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Unser Blog zu Werbung, PR & (Online)Marketing

Ausbildungen in der Werbebranche

Werbung begleitet uns fast überall - an jeder Straßenecke, beim Umblättern auf die nächste Seite in der Zeitung und seit über fünfzig Jahren im Fernsehen. Werbung spiegelt den Zeitgeist und manchmal formt sie ihn auch.

Der New-Economy-Crash im Jahre 2000 war zwar ein großer Schock vor allem auch für die Werbebranche. Von dem hat sie sich jedoch mittlerweile erholt, was vor allem an den wachsenden Investitionen in die Online-Werbung liegt. Dies wiederum bedeutet gute Chancen für Marketingspezialisten und kreative Leute. Für viele ist das Arbeiten in einer Werbeagentur ein Traumjob, obwohl die harten Arbeitsbedingungen fast schon legendär sind.

Tatsächlich ist der Weg in die Werbung verschlungen und unübersichtlich wie in sonst kaum einer Branche. Egal, wie originell und initiativ manch ein Bewerber seinen Weg einleitete, eine Erfolgsgarantie gab es nicht. Was also muss man tun, um demnächst seinen eigenen Platz in einer der Agenturen zu finden?

Eine der prominentesten Kaderschmieden der Branche ist die internationale Miami Ad School, die ihren einzigen deutschen Ableger in Hamburg unterhält. In zwei Jahren lernen die Schüler, die pro Jahr über 9.000 Euro Studiengebühr zahlen müssen, so viel, dass sich nach dem Studium die besten Agenturen um sie reißen.

Wer als Texter in die Branche will, sollte als Erstes ein Praktikum in einer Agentur machen, empfehlen viele Experten. Name, Renommee und Standort seien weitestgehend egal - fast alle Top-Kreativen hätten irgendwo in einem unbedeutenden Büro angefangen.

Wer Ausbildung und Praxis kompakt kombinieren will, kann außerdem bei der Hamburger „Texterschmiede“ am Tage das Agenturgeschäft kennen lernen und sich abends von Praktikern trainieren lassen. Wer hier lernen darf, hat jedoch bereits ein hartes Auswahlverfahren hinter sich. Von rund 200 Interessenten werden nach einer ersten Auswahl durch eine Jury lediglich 50 Bewerber zu einem zweiten Testdurchgang nach Hamburg eingeladen. An zwei Tagen müssen sie dann beweisen, was sie in Sachen Werbung drauf haben, und in einem Gespräch deutlich machen, dass sie die nötige Motivation mitbringen.

Anders ist es bei den Art Directors, die sich um die Optik von Kampagnen kümmern. Sie brauchen in der Regel einen Abschluss als Grafikdesigner, bevor sie in Agenturen durchstarten können. Eine entsprechende Ausbildung gibt es bei Kunstakademien oder Fachhochschulen in verschiedenen bundesdeutschen Städten.

Ebenfalls möglich ist die Weiterbildung durch ein Fernstudium an der Hamburger Akademie mit den Lehrgängen „Werbetexter“ oder „Werbedesigner“. Bei vielen Lehrgängen bietet die Hamburger Akademie den Studenten zusätzlich zum Fernunterricht Seminare an. Der Seminarbesuch ist meist freiwillig, das Lehrgangsziel erreicht man in der Regel mit dem Studienmaterial sicher und schnell auch ohne Seminar.

Schließlich gibt es auch für Betriebswirte Jobs in Agenturen - als Berater. Sie wirken als eine Art Bindeglied zwischen den Kreativen und ihren Kunden, kümmern sich ums Neugeschäft und können später in die strategische Unternehmensplanung aufsteigen. Oder sich den Traum vieler Werber erfüllen: eine eigene Agentur.

Manche Insider allerdings vergleichen eine Karriere als Werber mit der eines Profifußballers. Anfang 20 beginne die Laufbahn, und spätestens Ende 30 sei alles vorbei - es sei denn, man wird Trainer. Übertragen soll dies bedeuten, dass am Ende der kurzen Werbekarrieren normale Texter und Art Directors für ihre Firmen oftmals zu teuer geworden oder bereits zu verbraucht sind.

 

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