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Jugendschutz im Internet

Das Internet ist heute aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Es gehört zum Leben dazu und auch die Kinder lernen schnell damit umzugehen. Oft kann der Nachwuchs das Internet bald besser bedienen als wir selbst und wir fragen uns, ob das Nutzen des Internets unseren Sprösslingen immer gut tut. Sicher bietet es viele wichtige Informationen, aber auch Gefahren. Inzwischen verbringen viele Kinder fast ihre gesamte Freizeit vor dem Computer und demzufolge im Internet. Besonders Online – Spiele und das Chatten hat es der Jugend von heute angetan.

Die Vorteile des Internets sind nicht von der Hand zu weisen. Es gibt hier viel zu entdecken, man kann sein Wissen erweitern und mit anderen Menschen weltweit in Kontakt treten. Aber gerade durch den Abbau sämtlicher Grenzen vermehrt sich auch die Gefahr für unsere Kinder. In der virtuellen Welt des Internets findet sich alles, was das reale Leben auch bietet. Allerdings stoßen die Kinder in der realen Welt nicht unbedingt auf Gewalt, Hass, Waffen, Drogen usw., meist auch aus dem Grunde, weil die Eltern die Hand schützend über ihre Sprösslinge halten. Im Internet aber treffen sie auf extremistische politische Ansichten, Pornografie, erhalten die Möglichkeit, an Waffen und Drogen zu kommen. Der Anteil solcher Seiten im Netz ist zwar verschwindend gering, doch die neuen Übertragungsmöglichkeiten, die das Internet bietet, nutzen „schwarze Schafe“ skrupellos für ihre Absichten aus.

Verschiedene Internetanbieter rüsten freilich ihre Software oft mit sogenannten Kindersicherheitskomponenten aus, doch dieser Schutz ist meist nicht ausreichend und kann allzu leicht umgangen werden. Das muss noch nicht mal von außen geschehen, die heutige Jugend ist im Umgang mit Computertechnik und Internet oft so vertraut, dass ein Vorbeimogeln an den Sicherheitsvorkehrungen der Netzanbieter ein Leichtes für sie ist. In vielen Haushalten sind diese Kindersicherungen meist auch gar nicht miteingestellt, da die Erwachsenen entweder keine Ahnung von der Aktivierung des Schutzes haben oder ihre Kinder unterschätzen und glauben, dass ihre Kinder so zuverlässig im Umgang mit dem Internet sind, dass sie gegen sämtliche negative Einwirkungen immun sind. Das ist aber ein fataler Irrtum. Kinder und Jugendliche geraten oft unbewusst auf entsprechende Seiten und bemerken nicht die Gefahr. Als Beispiel seien hier verschiedene Chat – Rooms genannt, die für jeden zugänglich sind und wo die Identität der Nutzer fast immer im Verborgenen bleibt.

Beim Jugendschutz im Internet sind also unbedingt auch die Eltern mitgefragt. Sie sollten überwachen, was ihr Kind im Internet tut. Außerdem gibt es verschiedene Anzeichen, die auf eine Gefährdung durch das Internet schließen lassen. Die Eltern sollten zum Beispiel hellhörig werden, wenn das Kind sich mit einer oder mehreren Personen treffen will, die es im Internet kennen gelernt hat. Das Kind sollte wissen, dass es persönliche Daten niemals über das Internet weitergeben darf. Auch E-Mails oder Geschenke von den Eltern unbekannten Personen sollten hinterfragt werden. Unbedingt das Gespräch mit ihrem Kind sollten Eltern suchen, wenn das Kind nachts im Internet surft, beim Betreten des Zimmers blitzschnell den PC ausschaltet oder sofort das Programm wechselt.

Zum Thema Jugendschutz im Internet würden bereits zahlreiche Arbeitsgruppen gebildet. Die Europäische Union spielt mit dem Gedanken, ein europaweites Filtersystem einzuführen. Trotzdem sollten sich die Eltern nicht vor der Verantwortung drücken und ihre Kinder ohne Aufsicht durch das World Wide Web surfen lassen.

 

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