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Projekt

Pancic Rechtsanwaltskanzlei

Strafverteidigung, Hamburg

kanzlei-pancic.de (externer Link, öffnet in neuem Fenster)

Nicht das Rechtsgebiet zuerst, sondern die Lage – und bei zwei Fällen die Nummer statt eines Links

Ein Gang durch die Website · ohne Ton

In einem Strafverfahren zählt die erste Stunde. Wer morgens die Tür öffnet und einen Durchsuchungsbeschluss in der Hand hält, liest keine Leistungsübersicht. Er sucht eine Nummer und einen Satz, der sagt, was jetzt zu tun ist.

Ausgangslage, Ansatz, Ergebnis

Ausgangslage

Der bisherige Auftritt lief auf CMS Made Simple: feste Breite, auf dem Telefon ein Ausschnitt zum Schieben. Sortiert war er nach Rechtsgebieten – nach der Logik der Kanzlei, nicht nach der des Mandanten.

Ansatz

Der Einstieg kommt von der anderen Seite: sechs Situationen, von der laufenden Durchsuchung bis zum Wunsch vorzubeugen. Die Rechtsgebiete stehen darunter, für alle, die schon wissen, worum es geht.

Ergebnis

Jede Lage führt in höchstens einem Schritt dorthin, wo steht, was jetzt zu tun ist – und bei zweien direkt ans Telefon. Lighthouse 98–100, axe ohne Befund.

Marke & Design

Ernst, ohne düster zu werden.

Dunkles Navy, eine Serifenschrift mit Haltung, ein einziges Rot für das, was zum Handeln auffordert. Die Bildwelt zeigt Hamburg bei Nacht – nicht Paragrafen, nicht Hammer und Waage. Der Auftritt soll Ruhe ausstrahlen in einer Lage, in der niemand ruhig ist.

Startseite der Pancic Rechtsanwaltskanzlei mit der Überschrift „Ein Verfahren, vier Rechtsgebiete. Ein Ansprechpartner." auf dunklem Grund, rechts ein Nachtfoto der Speicherstadt.
Startseite: ein Satz, der die Lage benennt – und daneben Hamburg bei Nacht.

Website

Die Seite fragt nicht nach dem Rechtsgebiet, sondern nach der Lage.

Wer hier landet, hat meist gerade etwas in der Hand: eine Vorladung, einen Durchsuchungsbeschluss, eine Anklage. Der Einstieg heißt deshalb „Was ist bei Ihnen gerade los?“ und bietet sechs Situationen an. Bei den beiden dringendsten steht kein Pfeil zu einer Seite, sondern ein Telefonhörer.

Abschnitt mit sechs Karten: Durchsuchung läuft gerade, Vorladung erhalten, Anklage zugestellt, als Zeuge geladen, wegen eines Vorwurfs gekündigt, vorbeugen. Bei den ersten beiden steht ein Telefonhörer statt eines Pfeils.
„Was ist bei Ihnen gerade los?" – sechs Lagen, zwei davon führen direkt ans Telefon.
Die Startseite der Kanzlei von oben: Einstieg mit Nachtfoto, der Abschnitt mit den sechs Lagen, die Qualifikationen und der Beginn der Verfahrensebenen.
Die Startseite von oben: Lage, Qualifikationen, die vier Ebenen des Verfahrens.
Zwei Telefonansichten: links die Startseite mit der Überschrift und der Rufnummer, rechts die Seite zur laufenden Durchsuchung.
Telefon: der Einstieg und eine Soforthilfe-Seite – die Nummer ist immer eine Daumenbreite entfernt.
Abschnitt „Die vier Ebenen" mit den Stufen eines Wirtschaftsstrafverfahrens.
Die vier Ebenen eines Verfahrens – erklärt, bevor jemand danach fragen muss.
Drei Unterseiten nebeneinander in voller Länge: die Soforthilfe-Übersicht, das Wirtschaftsstrafrecht und das Steuerstrafrecht.
Soforthilfe, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht – drei Wege, jeder in voller Länge.

Leistungen

Was in diesem Projekt steckt.

01

Marke & Design

Dunkles Navy, eine Serifenschrift mit Haltung, ein einziges Rot für das, was zum Handeln auffordert. Die Bildwelt zeigt Hamburg bei Nacht – nicht Paragrafen, nicht Hammer und Waage. Der Auftritt soll Ruhe ausstrahlen in einer Lage, in der niemand ruhig ist.

02

Website

Wer hier landet, hat meist gerade etwas in der Hand: eine Vorladung, einen Durchsuchungsbeschluss, eine Anklage. Der Einstieg heißt deshalb „Was ist bei Ihnen gerade los?“ und bietet sechs Situationen an. Bei den beiden dringendsten steht kein Pfeil zu einer Seite, sondern ein Telefonhörer.

03

Barrierefreiheit

Ein Bedienfeld für Schrift, Kontrast, Farbschemata und Bewegung auf jeder Seite – und Bewegung, die stehen bleibt, wenn jemand sie reduziert hat.

Hintergrund

Wie wir vorgegangen sind.

Der alte Auftritt war nicht hässlich, er war unerreichbar: eine feste Desktopbreite, auf dem Telefon ein Ausschnitt zum Schieben. Dazu eine Gliederung nach Rechtsgebieten – richtig, wenn man das Fach kennt, und wenig hilfreich, wenn man zum ersten Mal in so einer Lage ist.

Wer eine Vorladung in der Hand hält, sucht keine Kanzlei. Er sucht den nächsten Schritt.

Deshalb beginnt die Seite mit sechs Situationen. Bei vieren führt ein Pfeil auf eine Seite, die den nächsten Schritt erklärt. Bei den beiden dringendsten – laufende Durchsuchung, erhaltene Vorladung – steht kein Pfeil, sondern ein Telefonhörer. Dort wäre Lesen die falsche Handlung.

Chris Reiner

erzählt von

Chris Reiner, Gründer & Creative Director bei eyedee®

Am längsten haben wir über die zwei Telefonkarten gesprochen. Ein Link ist einfacher zu bauen und lässt sich besser messen. Aber wer gerade eine Durchsuchung im Haus hat, soll nicht lesen, sondern wählen.

Weitere Projekte

Andere Branche, gleiche Haltung.

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