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16.04.2023 | Online Marketing, SEO

Google Update: SpamBrain gegen Link-Spam

Google Update: SpamBrain gegen Link-Spam

Content Seeding mit System:

Googles Update und seine Relevanz für Ihre SEO 

Googles PageRank-Algorithmus ist so konzipiert, dass er die Relevanz von Websites vorrangig anhand der Links misst, die auf sie verweisen. Diese Systematik wurde von einigen unseriösen Anbietern inflationär missbraucht, um in den SERPS als besonders relevant eingestuft zu werden. Google hat daher mit einem Link Spam Update reagiert, das den um sich greifenden Link-Spam effektiv eindämmen soll.

Doch welche Folgen hat dieses Update für Ihre SEO und wie können Sie erfolgreich davon profitieren?

Google legt mittlerweile – ganz im Sinne seiner Nutzer*innen – großen Wert auf die Qualität der Suchergebnisse. Beim Ranking spielen neben Sachkompetenz auch Vertrauenswürdigkeit eine wichtige Rolle, die über die sog. E-A-T-Faktoren (Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) abgebildet werden. Seit Ende 2022 ist diese Trias noch um ein „E“ für Erfahrung (engl. experience) zu E-E-A-T oder auch „Double E-A-T“ erweitert worden und damit wichtiger Bestandteil der aktualisierten Richtlinien für Evaluatoren zur Bewertung der Qualität[1].

Um seinen Guidelines gerecht zu werden, muss das SpamBrain, Googles KI-basierter Algorithmus zur Verhinderung von Spam, kontinuierlich aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Nur so kann die Software natürliche von unnatürlichen Links unterscheiden, auch wenn diese fachgerecht implementiert wurden. So lassen sich insbesondere die Seitenverweise identifizieren, die den Bereich „Erfahrung“ durch Spam Links unterlaufen. Im Januar wurde der Roll-Out des aktuellen Link Spam Updates erfolgreich abgeschlossen.

Erfahrene Website-Betreiber*innen und SEO-Expert*innen wissen:

Wer gegen die Richtlinie verstößt, muss damit rechnen, aufgrund der Anwendung unlauterer Mittel von Google abgestraft bzw. sogar gesperrt zu werden. Die Guideline des Suchmaschinenriesen gibt dabei ganz klar vor, welche Methoden als Spam gelten und entsprechend nachverfolgt werden. Im Zuge des letzten Updates hat Google die Identifizierung von Link Spam noch weiter verbessert. Stellt sich also die Frage:

Wo fängt Link Spam an?

Links erfüllen für Websites unterschiedliche Funktionen: Sie können dazu beitragen, Beziehungen zu anderen Websites aufzubauen und über Backlinks die Sichtbarkeit und Reichweite Ihrer Seiten erhöhen. Links von vertrauenswürdigen und renommierten Websites können Ihre eigene Reputation und Glaubwürdigkeit stärken. Wenn beispielsweise eine bekannte Website auf Ihre Website verlinkt, zeigt dies anderen, dass Ihre Website möglicherweise auch für sie wertvoll und relevant ist. Folglich können qualitativ hochwertige Links auch den Traffic auf Ihrer Website zu erhöhen. Mitunter am wichtigsten sind sie jedoch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO): Wenn andere Websites Ihre Website verlinken, kann dies dazu beitragen, dass Ihre Website in den Suchmaschinenergebnissen besser positioniert wird. Links dienen Google und Co. nämlich als Indikatoren für die Relevanz und Qualität einer Website. Je mehr qualitativ hochwertige Links auf Ihre Website verweisen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie in den Suchergebnissen weiter oben erscheint. Um sich nicht von der falschen Quantität an unseriösen Links irritieren zu lassen, priorisiert Google Seiten, die vor allem qualitativ überzeugen.

Als Spam dagegen gelten manipulativ eingesetzte Links, die das Ranking einer Website zu deren Gunsten beeinflussen.

Dazu zählen beispielsweise

  • Kommentare, die mit einer Website verlinkt sind und auf anderen Websites platziert werden, um falsche Verweise auf die verlinkte Website zu erzeugen. Diese Kommentare sind oft irrelevant und haben nichts mit dem eigentlichen Thema der Seite zu tun.
  • Foren-Beiträge, die ähnlich wie bei Kommentar-Spam genutzt werden, um auf eine Website hinzuweisen, ohne dass der Inhalt des Beitrags relevant für das Forum ist. Zum Teil führen sie auf Phishing-, Brückenseiten und zu Cloaking.
  • unsichtbare Texte und Links (mit vielen Keywords, die in den HTML-Code einer Website eingefügt werden, so dass Suchmaschinen-Crawler sie finden können, während sie für menschliche Benutzer*innen unsichtbar bleiben.
  • sog. Link-Farmen, also eine Gruppe von Websites, die untereinander verlinkt sind und durch einen exzessive Linktausch ihr Ranking erhöhen wollen. Auch hier ist die Qualität der Websites meist sehr niedrig und die Inhalte für die User oft irrelevant.

Um nicht als Link Spam disqualifiziert zu werden, müssen die Tags Ihrer Affiliate-Links die Attributwert  rel="nofollow" oder rel="sponsored" beinhalten.

Was möchte Google mit seinem Update erreichen?

Das Ziel des Google Spam-Link-Updates war es, Websites mit unnatürlichen, manipulativen oder spammy Backlinks zu identifizieren und im Sinne der Guidelines abzustrafen. Durch das Spam-Link-Update wollte Google sicherstellen, dass nur Websites mit hochwertigen Inhalten und natürlichen Backlinks in den Suchergebnissen erscheinen, um seinen Nutzer*innen die bestmögliche User Experience zu bieten.

Laut Statista ist gerade mit Beginn des Kriegs in der Ukraine die Anzahl von Phishing-Websites eklatant gestiegen.[2] Auch Google sah sich angesichts dieser zunehmenden Spam-Flut in der Pflicht, die IT-Sicherheit auf all seinen Kanälen zu erhöhen. Das Update ist daher international gültig und in allen Sprachen verfügbar. Auf diese Weise können Websites ausfindig gemacht und „neutralisiert“ werden, die absichtlich versuchen, dem Ranking ihrer Konkurrenten durch den Aufbau von unnatürlichen Backlinks zu schaden.

Link Spam identifizieren und eliminieren: So arbeitet Googles SpamBrain

Google nutzt zur Erkennung von Link Spam ein bereits 2018 implementiertes Tool namens SpamBrain, das seither kontinuierlich weiterentwickelt wurde. SpamBrain arbeitet mit einem KI-Algorithmus, der nicht nur Link-Spam, sondern auch Content von niedriger Qualität zuverlässig erfasst.

Welcher Systematik folgt die KI?

Zunächst überprüft das Tool die Links, die auf eine Website verweisen, um sicherzustellen, dass sie von vertrauenswürdigen und autoritativen Quellen stammen. Wenn eine Website viele Links von minderwertigen oder verdächtigen Quellen erhält, wird Google dies höchstwahrscheinlich als Link Spam interpretieren. Anschließend werden die Link-Texte durchforstet. Übermäßig optimierte oder sich wiederholende Texte gelten hier als kritische Indikatoren. Google überwacht auch die Aktivität von Links auf einer Website, um zu sehen, ob sie natürlich und organisch sind. Wenn eine Website plötzlich viele Links auf einmal erhält oder viele Links von verdächtigen Quellen, kann dies für den Bot ein Signal für Link Spam sein. Ebenso wird nach Mustern von Links zwischen verschiedenen Websites gesucht, um zu sehen, ob sie Teil eines Link-Netzwerks sind. Wie bereits erwähnt, bewertet Google auch die Qualität einer Website insgesamt, einschließlich des Inhalts, der Struktur und anderer Faktoren. Minderwerter Content wird von der KI als wenig glaubwürdig eingestuft und führt zu einer schlechteren Bewertung.

Dementsprechend sollten Sie darauf achten, dass Ihre Inhalte den Google-Standards entsprechen und sie so gestaltet sind, dass sie für die Google-Bots leicht lesbar und verständlich sind.[3]

Spam-Alarm! Welche Konsequenzen hat Googles Link Spam Update?

Bestenfalls keine – vorausgesetzt, Sie agieren gemäß der Google-Webmaster-Richtlinien.

Andernfalls können die Auswirkungen des Link Spam Updates für Websites, die Spam-Links verwenden, erheblich sein: Das Update kann bei einer negativen Bewertung dazu führen, dass Websites durch die Neutralisierung der Links in den Google SERPs deutlich an Sichtbarkeit verlieren und ihren organischen Traffic einbüßen, was sich negativ auf das gesamte Ranking und somit auch auf die Umsätze auswirken kann. Falls eine (manuelle) Maßnahme gegen Sie verhängt wird, erhalten Sie als Websitebetreiber*in im Nachrichten-Center der Search Console eine entsprechende Mail. Eine Aufhebung der Maßnahmen erfolgt nur nach sofortiger Löschung der angemahnten Links. Im schlimmsten Fall, z. B. dann, wenn Ihrerseits keine Reaktion erfolgt, wird die Seite gar nicht mehr gerankt.

Für Websites, die jedoch bereits eine saubere Backlink-Strategie verfolgen und auf natürliche, relevante und hochwertige Links setzen, kann das Update auch positive Auswirkungen haben. Da das Update dazu beiträgt, die Qualität der Suchergebnisse von Google zu verbessern, können Websites mit einer sauberen Backlink-Strategie davon profitieren, indem sie sich von Websites differenzieren, die versuchen, ihre Rankings durch manipulative Links zu verbessern.

Um zu verhindern, dass Ihre Website negativ indexiert wird, sollten Sie regelmäßig externe Verlinkungen von anderen Webseiten auf Ihre Domain überprüfen, da diese auch gern von Hacker*innen missbraucht werden.

Welche Folgen das Update im Einzelnen hat, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn in welche Richtung sich Ihr Ranking-Status verändert, ist stark abhängig von Ihrer externen Linkstruktur. Positiv wirken sich hier in jedem Fall natürliche Links von hoher Qualität und Relevanz für die User aus.

Linkaufbau: Das sollten Sie berücksichtigen

Nachhaltiger Linkaufbau ist eine Strategie zur Erhöhung der Sichtbarkeit einer Website in den Suchmaschinenergebnissen, bei der Links von anderen Websites auf eine natürliche und nachhaltige Weise aufgebaut werden. Die Idee dabei ist, dass Links von qualitativ hochwertigen und relevanten Websites auf Ihre eigene Website verweisen und somit die Vertrauenswürdigkeit Ihrer Website glaubhaft unterstützen.

Dafür sollten Sie zunächst qualitativ hochwertige Inhalte identifizieren, die für Ihre Zielgruppe interessant und relevant sind. Diese können Blog-Posts, Infografiken, Videos oder andere Inhalte umfassen. Stellen Sie anschließend eine Verbindung zu diesen Websites her, indem Sie Ihre Inhalte teilen, relevante Kommentare abgeben oder eine Zusammenarbeit vorschlagen. Auch sollten Sie die Erstellung von Gastbeiträgen für Websites mit hoher Autorität, die Ihre Zielgruppe ansprechen, in Erwägung ziehen. Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Website technisch einwandfrei ist und eine gute Benutzererfahrung bietet, da dies ebenfalls dazu beitragen kann, dass andere Websites auf Ihre Inhalte verlinken.

Auch, wenn es verlockend klingt: Vermeiden Sie unbedingt den Kauf von Links oder den Einsatz von automatisierten Linkaufbau-Tools, da diese von Googles SpamBrain als unseriöse Quellen eingestuft werden könnten und u. U. zu einer Abstrafung durch die Suchmaschine führt.

Step by step zu Ihrer erfolgreichen Seeding-Kampagne

Das Wichtigste vorab: Eine gute Seeding-Kampagne erfordert eine tiefgreifende fachliche Expertise und umfangreiche Market Intelligence – also das Fachwissen, um eine strategische Marktpositionierung erfolgreich zu realisieren.

Grundsätzlich basiert die Umsetzung auf fünf entscheidenden Schritten:

  • Zunächst gilt es, die Systematik des Crawlings der Website zu analysieren und die aktuelle Linkstruktur aufzuschlüsseln.
  • Basierend darauf lässt sich dann eine passende Seeding-Strategie entwickeln und es können konkrete Maßnahmen festgelegt werden.
  • Frei nach dem Motto „Content is king“ folgt nun die Content-Erstellung und das Seeding: Neben qualitativ hochwertigen Inhalten ist es dabei essenziell, die richtigen Publisher-Quellen zu kennen, um den Content passgenau an entsprechende Multiplikatoren-Seiten auszuspielen.
  • Über regelmäßiges Controlling lassen sich Schlüsselindikatoren und Erfolge messen und effektiv managen: Bei Bedarf kann schnell und zielgerichtet nachjustiert werden.
  • Abschließend folgt das (inhaltliche oder technische) Finetuning. Zusätzlich garantieren ein fortwährendes Monitoring der Verweise sowie ein nachhaltiges Linkmanagement dauerhaften Erfolg. 

Fazit

Eine ständige Weiterentwicklung der Google-Algorithmen erfordert jetzt und auch in Zukunft eine stärkere Fokussierung der eigenen SEO-Strategie sowie der Nutz*innen als gewünschte Rezipient*innen. Verstehen Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und überlegen Sie, wie Sie Interessent*innen am besten ansprechen.

Für performantes Seeding sollten Sie neben einer durchdachten Linkstrategie auch über den Einsatz von „Featured Snippets“ nachdenken, um nachhaltig und langfristig von den multidimensionalen Effekten des Content Seedings zu profitieren.

[1] vgl. https://static.googleusercontent.com/media/guidelines.raterhub.com/de//searchqualityevaluatorguidelines.pdf
[2] vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73876/umfrage/anzahl-der-gemeldeten-phishing-webseiten-weltweit/
[3] vgl. https://spambrain.com

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